DER GREIF – Das Wappentier

GriffioenDer Ursprung dieses Fabelwesens geht in die persische und ägyptische Frühzeit zurück, die klassische Welt Griechenlands und Roms hat die Zwiegestalt übernommen und in Einzelheiten vielfältig variiert. Wie verschiedene Figuren der heidnischen Mythologie ist auch der Greif ins Christentum übergeführt worden.
Mit seinen drohenden Krallen, peitschendem Schwanz und aufgestellten Flügeln, verkörpert er den Wächter der Tradition und Behüter der Werte.
So ist es nicht verwunderlich, dass der Greif als Hüter und Wächter von Schildhalter, Wappen auf Fahnen und Siegeln verwendet wurden und noch werden:
Von römischen Heerführern und Kaisern; ab dem 14. Jahrhundert vom Europäischen Adel; im 15./16. Jahrhundert auf badischen Wappen und Siegeln; als Schildhalter auf badischen Pickelhaben im 19. Jahrhundert und bis heute als Halter und Behüter des Landeswappens Baden-Württembergs.
Selbst das Ehrenmal auf dem Schlossberg zu Freiburg i.Br. vom 5. Bad. FAR 76 (1.WK) und dem I./AR 77 (2.WK) wird von einem steinernen Greifen behütet.
So war es denn im Jahr 2004 für den ARGE-Vorstand klar, dass ein Greif-Motiv die Titelseite des zukünftigen Mitteilungsblattes „Der Greif“ zieren sollten.

Bild: I.I Schipper 1660 graveur Matthius Merian naar J.Jonstons', "Naeukeurige Beschryvingh van de Natuur"